take me back there.

von billymilja

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durch die stadt fahren im dunkeln, leuchtende

punkte die lichter durch die nacht verstreut, du

streichst mir durchs haar, als ich dich frage, wieso wir

hier sind, just for the hell of it, sagst du, oktober

zweitausendundsieben.

noch einmal jetzt vor 9 jahren

hätte ich dir öfters gesagt, wie cool und

wichtig du bist,

hätte ich auf deine untertöne geachtet, auf die

momente, in denen du hättest lachen sollen, aber

komischerweise nichts lustig fandest,

hätte ich mir gewisse bilder besser eingeprägt, die

fotos für ins gedächtnis, verstehst du?

noch einmal jetzt vor 9 jahren

hätte ich dir versprochen, immer da zu

sein und ich hätte es

eingehalten, drei mal finger

kreuzen, so wie immer,

hätte ich dir das foto geschenkt, das du so

unbedingt haben wolltest,

hätte ich mein bestes gegeben, dass du

glücklich gewesen wärst, nicht so allein, nicht so weit

weg, nicht so leer.

noch einmal jetzt vor 9 jahren

wäre ich vor dich gestanden und hätte dir diese

drei dinge gesagt, von denen daddy immer sagte, sie seien das

wichtigste und einzigste, was man einem menschen wirklich mit

grösster gewissheit sagen kann, thank you, take care und

i love you whatever may come.

noch einmal jetzt vor 9 jahren

hätte ich an diesem einen abend um 18:53 uhr deine

anrufe nicht verpasst, sondern wäre da gewesen am anderen

ende und hätte deine stimme noch einmal gehört und etwas zu dir

gesagt, das dich vielleicht gerettet hätte, etwas

entscheidendes, etwas einfaches, einfach etwas.

noch einmal jetzt vor 9 jahren

hätte ich das nicht verpasst, diesen einen letzten

moment, versprochen.

durch die stadt fahren im dunkeln, leuchtende

punkte die lichter durch die nacht verstreut, du

streichst mir durchs haar, als ich dich frage, wieso wir

hier sind, just for the hell of it, sagst du, oktober

zweitausendundsieben.

26/02/2017

(thank you. take care. i love you whatever

may come – take me back there.)

© Sibyl Kurz