„there’s a crack in everything…

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ich habe einen schneeengel gemacht im

januar und bin im februar alle

treppentritte vom fischmarkt bis zu

universität hochgerannt bis meine lunge

stach und ich kleine sternchen sah, im

märz habe ich mehrheitlich geschlafen und im

april die zelte abgebrochen, den mai verbrachte ich

betäubt auf der treppe hinter dem haus, im

juni bliess ich 24 kerzen auf der torte aus und

vermisste dein gesicht jedes mal, wenn ich meine augen

schloss, ich schaute über die stadt im süden und

wünschte mich einfach nur fort, im juli

arbeitete ich mich beinahe bewusstlos und

tauchte im see zum ersten mal bis ganz auf den grund, im

august schlief ich die ersten nächte in meinem neuen

zuhause und schwitzte mich zu tode, ich

schaute mir kims hintern und den geissens ihre yacht an und

fand alles ziemlich belanglos, im

september holte ich luft, aber mein atem reichte trotzdem nicht, im

oktober gingen wir tanzen aber alles war ein bisschen

traurig, der november war einmal blinzeln und viel

glühwein und champagner und vodka, wenig schlaf und

viel zu tun, wenig nachdenken, einfach nur

wenig nachdenken und im dezember der

erste schnee in den socken auf der terrasse und

jedes mal bei vollmond das seltsame gefühl, dass du mich

siehst hier unten und jedes mal dieser stich, wenn mir dieser

moment in den sinn kommt, du und ich und whiskey und

‚go get ‚em tiger‘, mein altes eselchen, mein

allerbester freund, was für eine zeit.

27/12/2017

…that’s how the light gets in.“

(L. Cohen)

©Sibyl Kurz