thank you for the love.

–
ich schwitzte und schlief schlecht, der
ganze tag wurde von einer unruhe durchzogen, ich
arbeitete wie eine wilde und kaufte crème-
schnitten für dich, später fielen sie mir auf den boden, aber ich
dachte, du würdest dich sicher trotzdem
freuen, die ganze zeit wartete ich auf
diesen anruf, den niemand erhalten will und
doch hoffte ich insgeheim, ich würde es noch schaffen, ich
schaffte es nicht am ende, aber wir kamen dann
doch noch zu dir, obwohl du da nicht mehr
geatmet hast, deine hände sahen aus wie immer, nur dein
gesicht hat mich irritiert, interessanterweise kann ich
mich heute nicht mehr daran erinnern, vielleicht ist das eine
art schutz, du hättest das sicher gewusst, ich
habe dir blumen mitgebracht und das
erste mal vor dir geweint, es
passte einfach nicht in meinen kopf, also, dass es
das nun gewesen war mit uns, ich
schloss dein rosarotes armband in meiner
faust zusammen, so fest bis es knirschte und
draussen im auto schmolz die glasur der
crèmeschnitten in der abendhitze langsam und
zäh durch die ränder der verpackung hindurch auf den
teppichboden des beifahrersitzes.
–
05/06/2017
happy birthday & thank you for the love, so wie immer.
(und das alles hier ist so furchtbar leer ohne dein gesicht)
©Sibyl Kurz







